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1947 - Bad. Schachkongreß

Unter der Leitung von Dr. Otto von Metzen und Prof. Max Rheiner findet anlässlich des 25.Vereinsjubiläums der XXI. Badischer Schachkongress in Durlach statt. Trotz Wohnungsnot und Lebensmittelmangel gelingt es dem Kongresskomitee, die 159 Teilnehmer aufs Beste zu versorgen. Den Kongresshöhepunkt bildet ein bunter Abend mit Tanzmusik, Akrobatik und humoristische Einlagen, an dem über 1000 Leute teilnehmen. Georg A. Becker gewinnt nach dem Kongress in Heidelberg 1946 hier zum zweiten Mal das Problemschachturnier in der Kategorie 3-Züger.(siehe auch Problemschach) Der Schachklub Durlach erlebte damals seine Blütezeit. Friedolin Knopp, Werner Meier, Walter Metzger, Richard Matter und Willi Ebert waren Spieler der badischen Spitzenklasse und bildeten den Stamm der Mannschaft, die ab 1949 in der neuen einteiligen nordbadischen Landesklasse mitspielte. der Endstand lautete damals:

1. Mannheim   9:1  24,0
2. Heidelberg 8:2  24,5
3. Karlsruhe  6:4  23,5
3. Durlach    4:6  22,0
5. Feudenheim 2:8  12,0
6. Pforzheim  1:9  14,0

Zeitweilig beteiligte sich der Verein mit bis zu vier Mannschaften gleichzeitig an den Verbandskämpfen. Nach dem Zusammenschluss der Verbände Nord- und Südbadens 1952 wechselte mehrfach der Modus der Mannschaftsmeisterschaften, und als 1963 die Oberliga eingeführt wurde, fand der Durlacher Schachklub hierfür keine Berücksichtigung und mußte fortan in der Landesliga auf Dauer der Weg der Zweitklassigkeit beschreiten.